We. Love . Lissabon.

Ein spannender Bericht unserer Mitarbeiterin Monika mit faszinierenden Einblicken in die Historie der Stadt!

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Was macht Lissabon so besonders?

 

Wenn ich gefragt werde, was meine Lieblingsstadt in Europa ist, fällt mir als erstes Lissabon ein. Lissabon und ich haben eine längere Geschichte, da ich früher auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet habe und wir dort öfter vor Anker lagen. Da habe ich die vielen Facetten dieser wundervollen Stadt kennen gelernt.

In erster Linie ist Lissabon für mich einfach nur schön. Herzlich. Ein bisschen wie ein liebevoll eingerichtetes Wohnzimmer. Ich würde die Stadt fast ein bisschen „unordentlich“ oder „vollgestellt“ nennen, wobei das nicht auf die ganze Stadt zutreffend ist.

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Wie ich darauf komme? Das liegt ein bisschen an der Aufteilung der Stadt, die ganz fest mit einem Naturereignis verbunden ist: Durch ein großes Erdbeben im Jahr 1755 wurde die „Baixa“, die Unterstadt, völlig zerstört. Wieder aufgebaut, ist sie nun eher schachbrettartig und geradlinig angeordnet. Die „Alta“, die Oberstadt, weist immer noch das historisch gewachsene Gassengewimmel auf. Die Straßen sind teilweise so eng, dass eine Fahrt in den traditionellen gelben Straßenbahnen schon etwas abenteuerlich sein kann… Auch die Alfama, die Altstadt, lädt nur dazu ein, sich einfach mal zu Fuß auf den Weg zu machen und sich bewusst zu verirren. Das bereut man in Lissabon definitiv nie! Mein Tipp: am besten das in den Abendstunden machen, wenn die Sonne langsam untergeht.

Apropos Straßenbahnen. Sie sind DIE Touristenattraktion in Lissabon. Meistens muss man sich reinquetschen, um einen Platz zu bekommen und ganz ungefährlich hinsichtlich Taschendiebe sind sie nicht – aber Trambahnfahren ist eine tolle Art, sich einen Überblick über eine Stadt zu verschaffen. Und in Lissabon ist das hin und wieder ein bisschen wie San Francisco, denn die Oberstadt ist nicht nur verwinkelt, sondern auch hügelig.

 

Die Portugiesen sind herzliche und geübte Gastgeber. Ich habe sie als weltoffen kennen gelernt und sie zeigen gerne, was die portugiesische Seele so ausmacht. Dazu gehören natürlich der Portwein, Pasteis de Belem oder Pasteis de Nata (kleine Pastetchen; Eiersahnecreme auf Blätterteig) und der herzzerreißende „Fado“, eine für Portugal ganz typische Musikart, die meist melancholisch von einer Sängerin mit tieferer Stimme vorgetragen und dabei nur von einer Gitarre begleitet wird. In mir erwächst dabei immer Sehnsucht. Die Sehnsucht nach der Seefahrt, geschwungene Hügellandschaften in der Sonne und nach Liebe. Kitschig? Von mir aus. Nur: selten löst volkstümliche Musik solche Reaktionen in mir aus…

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Von Shopping-Highlights und unverwechselbarem Altstadt-Flair

 

Zurück zu Lissabon. Neben all der Altstadtromantik ist man hier im wahren Shopping-Himmel. Gerade in der Weihnachtszeit ist es dort erstaunlich nett. Wer braucht da schon New York, in der Baixa von Lissabon ist es viel gemütlicher. Und an Schnäppchen mangelt es nicht!

Eigentlich kann man meine Liebe zu Lissabon so zusammenfassen: Ich mag die nahtlose Mischung aus alt und neu. Den Seefahrerstolz der Portugiesen. Die tollen, typischen blauen Fliesen (Azulejos), die alles farbenfroh machen. Die Ungezwungenheit und das sagenhafte Flair einer europäischen Metropole, die aber viele andere Einflüsse integriert hat. Dass es nicht an allen Ecken perfekt ist. Und wenn man die Augen zu macht und einem die Sonne ins Gesicht scheint, sehe ich die glorreiche Geschichte und die schwierigen Zeiten eines Landes vor mir. Eine Nation, die sich gerade wieder aufrichtet. Dann freue ich mich, dass es diesen Flecken auf der Erde gibt.

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Meine persönlichen Highlights der Stadt

 

Ich habe ein paar Tipps, was man in Lissabon alles so gesehen und gemacht haben sollte:

  • Trambahn fahren (Linie 28)
  • Mit dem Aufzug (Elevador de Santa Justa) von der Baixa in die Alta fahren
  • Es gibt einige „Miraduoros“ – Aussichtspunkte. Ein Blick über die Stadt lohnt immer!
  • Den Torre de Belem ansehen und das Hieronimus-Kloster (tolle manuelitische Gotik und ein wunderschöner Kreuzgang)
  • Den Cemetario dos Praceires besuchen (Geheimtipp! Es ist ein sehr außergewöhnlicher Friedhof)
  • Ausflüge nach Sintra, Queluz oder Cascais
  • Exportschlager sind Sardinen aus der Dose. Total verrückt ist das im „O mundo fantastico da sardinha portugesa“ http://www.mundofantasticodasardinha.pt/
  • VOR der Reise unbedingt den Film „Nachtzug nach Lissabon“ ansehen. Hat meinen Blickwinkel auf die Stadt nochmal verändert und das historische Wissen rund um die Salazar-Diktatur erweitert

 

Lassen Sie sich von Lisboa begeistern!

Ihre
Monika Bielmeier
Vertriebsleitung bei Stanglmeier