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Marokko

Marokko

Schon bei der Ankunft in Marrakesch wird klar, dass diese Reise anders ist. Das Licht ist wärmer, die Geräusche dichter, die Stadt wirkt sofort präsent. Nach dem Transfer ins Hotel bleibt am ersten Abend noch Zeit, einfach anzukommen – ein kurzer Spaziergang, ein erstes Abendessen, erste Eindrücke sammeln. Marrakesch macht keine halben Sachen.

Am nächsten Tag tauchen wir tiefer ein. Die Medina mit ihren engen Gassen, kleinen Werkstätten und Märkten fordert Aufmerksamkeit, ohne zu überfordern. Immer wieder bleiben wir stehen, beobachten das Treiben, lassen die Stadt auf uns wirken. Auf dem großen Platz spürt man, wie sehr Marrakesch lebt – tagsüber quirlig, abends fast schon magisch.

Die Fahrt Richtung Casablanca bringt einen ersten Perspektivwechsel. Die Stadt zeigt sich modern, offen, vom Meer geprägt. Die Moschee direkt an der Küste hinterlässt Eindruck – nicht laut, sondern durch ihre Größe und Lage. Rabat wirkt anschließend ruhiger, strukturierter. Hier scheint alles etwas langsamer zu laufen.

Ein besonderer Abschnitt der Reise ist die Fahrt mit dem Schnellzug nach Tanger. Innerhalb kurzer Zeit wechseln Landschaft und Atmosphäre. Tanger liegt zwischen zwei Welten, das merkt man sofort. In der Altstadt vermischen sich Einflüsse, das Meer ist allgegenwärtig, der Blick geht weit hinaus.

Chefchaouen bildet dazu einen starken Kontrast. Die Blautöne der Stadt wirken beruhigend, fast entschleunigend. Hier ist Zeit kein bestimmendes Thema. Man schlendert durch die Gassen, setzt sich in ein Café, bleibt stehen, schaut. Es ist ein Ort, der wenig erklärt werden muss.

Mit Volubilis betreten wir ein ganz anderes Kapitel. Die römischen Ruinen liegen offen in der Landschaft, schlicht und eindrucksvoll zugleich. Moulay Idriss danach wirkt zurückhaltend und würdevoll. Meknès rundet diesen Tag ab – weniger touristisch, bodenständiger, angenehm unaufgeregt.

Fès fordert erneut volle Aufmerksamkeit. Die Medina ist komplex, lebendig, voller Details. Handwerk, Alltag und Geschichte liegen hier eng beieinander. Der Tag ist intensiv, aber genau das macht den Reiz aus. Am Abend ist die Gruppe müde, aber bereichert.

Je weiter wir Richtung Süden kommen, desto stärker verändert sich die Landschaft. Der Mittlere Atlas bringt Weite, klare Luft und überraschende Bilder. Ifrane wirkt fast fremd in diesem Kontext – ordentlich, ruhig, grün. Danach wird es stiller im Bus, viele lassen die Eindrücke wirken.

Die Sahara bei Merzouga ist einer dieser Orte, die man nicht erklären muss. Die Dünen, das Licht, die Stille – alles wirkt reduziert und gleichzeitig überwältigend. Der Sonnenuntergang in der Wüste bleibt hängen, lange über diesen Tag hinaus.

Die Weiterfahrt führt durch Schluchten und Täler, vorbei an Dörfern und Palmenhainen. Die Todra-Schlucht beeindruckt durch ihre schiere Größe. Ouarzazate empfängt uns schließlich wieder mit mehr Struktur, mit dem Gefühl, zurück in einer Stadt zu sein.

Ait Benhaddou zeigt Marokko noch einmal von einer ganz eigenen Seite. Die Lehmbauten erzählen Geschichte, ohne viel Worte zu brauchen. Die Rückfahrt über den Tizi-n-Tichka-Pass bringt uns zurück nach Marrakesch – begleitet von wechselndem Licht und weitem Blick.

Am letzten vollen Tag verlassen wir die Stadt noch einmal. Im Ourika-Tal wird es grüner, ruhiger. Jeder nutzt die Zeit auf seine Weise – ein Spaziergang, ein Kaffee, ein Moment für sich. Es ist ein sanfter Abschluss.


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