Reykjavik - die Hauptstadt Islands erleben!

Entscheidet man sich für eine Reise nach Island, kommt man um die Hauptstadt Reykjavik gar nicht herum. Circa 30min außerhalb befindet sich der Flughafen, an dem alle internationalen Flüge landen. Bereits auf der Fahrt mit dem Bus in die Stadt bekommt man einen ersten Eindruck der „Insel aus Feuer & Eis, wie sie gerne genannt wird. Ich selbst war Anfang November auf der Insel – das Wetter war zu diesem Zeitpunkt kühl, jedoch bei Weitem nicht so kalt, wie ich es vom hohen Norden erwartet hatte. Reykjavik ist für eine Hauptstadt besonders eins: überraschend klein! Mit gerade einmal knapp 125.000 Einwohnern ist es für viele von uns nicht mal eine Großstadt zu nennen. Dennoch handelt es sich bei dieser Einwohnerzahl um gut 1/3 (!!!) der Gesamt-Einwohnerzahl der Insel. Genau genommen nämlich wohnen fast 40% der Isländer in und um Reykjavik.

Klein und somit wenig sehenswert? Trifft auf diese Stadt allerdings nicht wirklich zu! Es lohnt sich, etwas Zeit in Reykjavik zu genießen und das Flair aufzunehmen. Wie das am besten gelingt? Hier meine Top Dinge, die man in Reyjkavik gesehen, getan und gegessen haben muss 🙂

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To Dos in Reykjavik, der bezaubernden Hauptstadt Islands

Stadtführung mit einem Local Guide – einem Einheimischen also!

Die Isländer, das werden Sie sehr schnell merken, sind ein kommunikatives Volk. Voller Geschichten, und stolz auf IHRE Geschichte, die Geschichte eines Landes, das so hoch im Norden liegt, dass es lange auch bei Touristen nicht auf dem Radar aufgetaucht ist. Diese Zeiten allerdings sind vorbei – zählt Island doch seit einigen Jahren zu DEM Trendziel Europas! Bei einer Stadtführung entdecken Sie garantiert die schönsten versteckten Ecken und erfahren neben den Fakten, die auch in den Reiseführern stehen, bestimmt einiges Neues, was sie bisher noch nicht wussten. Und wenn Sie ganz viel Glück haben, so wie ich, bekommen Sie am Ende der Stadtführung sogar die typisch islandische „Nammi“ (Süßigkeit) zum Probieren. Ohne geht (fast) gar nichts und es wird in allen möglichen Variationen in Bonbons, Riegel oder Stangen eingebaut. Manchmal süß, manchmal salzig, oft mit Schokolade überzogen und fast immer schwarz. Was es ist? Sie werden es herausfinden!

Einen traditionellen Island-Wollpullover shoppen – oder aber die echt isländische Wolle dafür kaufen und selber ein Teil daraus stricken!

Am besten geht das im Local Shop „Handknitting Association of Iceland“. Dort finden Sie nämlich garantiert lokale Produkte. Die isländische Wolle ist ein echter Allrounder: warm, dabei leicht, wasserabweisend, dabei luftdurchlässig und als extra auch noch biologisch abbaubar – braucht es noch mehr Argumente, hier in echte Qualität zu investieren? Und die Zurückgebliebenen werden Ihren schicken Island-Pulli sowie neidisch beäugen wenn Sie wieder zuhause sind…oder wie in meinem Fall, ein Stirnband, gestrickt von meiner Freundin, mit der ich in Island war. Garantiert ein Unikat und ein tolles Erinnerungsstück, das nicht auf dem Regal verstaubt 🙂

Bei einem lecker-leichten Craft-Bier einen Abend im Pub mit Live Musik genießen – die Isländer lieben nämlich ihre Musik und haben auch wirklich grandiose Bands hervorgebracht!

Besonders zu empfehlen ist die Bar des KEX Hostels an der Promenade der Stadt. Hier verkehren sowohl Touristen als auch viele Einheimische, es herrscht eine tolle Atmosphäre. Und für alle echten Musikfans ist das Iceland Airwaves Festival ein echter Geheimtipp – hier versammeln sich um Anfang November herum Jahr für Jahr internationale Künstler. Ich war eher zufällig während dem Festival in der Stadt, und auch ohne Eintrittsbändchen gab es tolle Live-Konzerte zu sehen! Bereits ab Mittag spielen und singen Künstler in Cafés, Bars, ja sogar Buchhandlungen, es herrscht eine tolle Atmosphäre.

Sich einmal einen schönen Restaurantbesuch gönnen und je nach Geschmack einen traditionellen Lamm-Eintopf oder aber frischen Fisch direkt vom Hafen probieren.

Ich habe mich für den Lamm-Eintopf entschieden, der in einem ausgehöhlten Laib Brot serviert wurde – lecker! Und dafür muss es nicht mal wirklich ein edles Restaurant sein, im Gegenteil – mich hat es in einen kleinen Laden namens Icelandic Street Food verschlagen, wo der Besitzer noch selbst hinter der Theke und manchmal sogar in der Küche steht – und zum Abschied gab’s gratis „Nammi“ obendrauf!

Was man noch probiert haben sollte bevor man die Insel wieder verlässt? Auf jeden Fall: Skyr, den traditionell isländischen Joghurt. Super gesund, und der optimale Start in den Tag an dem man viel sehen & erleben möchte! Außerdem: Reykjavik's Hot Dog (hier heißt der: pylsur). Den bestellt man ganz typisch „mit allem“. Und ganz zum Schluss noch ein Tipp für die ganz Mutigen (ich schließe mich aus…): Fermentierter Haifisch. Der steht zwar heutzutage eher auf der Speisekarte der Touristen, ist aber unbestritten verwurzelt in der Geschichte der Isländer. Gut ist anders, aber man kann dann sagen, dass man es probiert hat.

Die Aussicht vom Kirchturm Hallgrimskirkja genießen.

Das ikonische Gebäude gehört zum Stadtbild Reykjaviks wie das Kollosseum zu Rom oder der Eifelturm zu Paris – naja, zumindest fast 😉  Und der Ausblick lohnt sich wirklich! Ebenfalls empfehlenswert für alle, die gerne die Stadt von oben bewundern möchten: The Pearl in Öskjuhlíð. Hier geht es hinauf auf eine Aussichtsplattform im 4. Stock. Wenn das Wetter dann auch noch mitspielt erwartet Sie hier ein wirklich grandioser Blick auf den Hausberg Esja!

 

Was ich außer Reykjavik noch so erlebt und gesehen habe auf meiner Reise nach Island…? Das ist eine andere Geschichte, die ich Ihnen ein andermal erzähle. Nur soviel: sie beinhaltet gigantische Eisblöcke, die bei strahlendem Sonnenschein ins Meer treiben und den Spaziergang hinter einen der schönsten Wasserfälle der Welt…bleiben Sie neugierig!

Mit herzlichen Grüßen,
Ihre Susanne