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Reisebericht Finnisch Lappland 2019

9. March 2020 in Abenteuer, Flugreisen, Winter
Reisebericht Finnisch Lappland 2019

Zu Besuch beim Weihnachtsmann

Für alle, die von einem Winterwunderland träumen, wird in Finnisch Lappland genau dieser Traum Wirklichkeit! Zwischen glitzernden Schneelandschaften und Rentieren kommt man fast ins Zweifeln, ob es den Weihnachtsmann nicht doch gibt… Ich entführe Sie auf eine kurze, spannende Reise am nördlichen Polarkreis.

1. Tag – Anreise

Am frühen Vormittag treffe ich mich mit meiner Reisegruppe am Flughafen in München, von wo aus wir unser gemeinsames Abenteuer im Winterwonderland „Finnisch Lappland“ starten wollen. Unser Flug verläuft ohne Komplikationen und mit wunderschönem Ausblick über den Wolken. Nach einer kurzen Zwischenlandung in Helsinki mit planmäßigem Umstieg geht es nun erwartungsvoll Richtung Rovaniemi: Die Heimat des Santa Claus! Bereits nach unserer Landung sind wir völlig verwundert über die enormen Schneemassen, die die gesamte Landschaft in ein traumhaftes Weiß verwandeln. Nach einer etwa dreißigminütigen Fahrt durch die verschneite Winterlandschaft erreichen wir unser Hotel. Die Koffer nur kurz im Zimmer abgelegt, treffe ich mich mit meiner Reisegruppe noch zu einem gemeinsamen Abendessen im Hotelrestaurant. Anschließend bleibt noch etwas Zeit die Straßen vor unserem Hotel zu erkunden, was wirklich toll ist, denn unser Hotel liegt genau am Ende der kleinen, charmanten Fußgängerzone Rovaniemis. Die meisten Geschäfte haben schon geschlossen, ich nehme mir aber fest vor, in den kommenden Tagen einen kleinen Bummel durch die Einkaufsstraße zu machen.

2. Tag – Zu Besuch beim Weihnachtsmann:

Der heutige Tag beginnt sehr früh, denn es steht viel auf dem Programm. Nach einem leckeren Frühstück verlassen wir gut gestärkt und warm eingepackt um etwa 9 Uhr unser Hotel. Gemeinsam mit unserer deutschsprachigen Reiseleitung Ulrike machen wir uns voller Vorfreude auf den Weg zum Weihnachtsmanndorf. Ich bin gespannt, ob sich mein Kindheitstraum erfüllen würde – denn sind wir mal ehrlich, wer hat nicht auch schon einmal davon geträumt dem Weihnachtsmann höchstpersönlich zu begegnen! Nach einer zehnminütigen Fahrt erreichen wir das „Santa Claus Village“ am nördlichen Polarkreis. Bereits von außen sieht man das wunderschöne, kleine Dörfchen blinken und leuchten und meine Gruppe kann es kaum erwarten das Weihnachtsdorf zu erkunden. Mit dem Großteil der Gruppe mache ich mich unverzüglich auf den Weg zu Santa‘s Haus, wo wir hoffen, ein Foto mit Santa höchstpersönlich zu schießen. Gleich zu Beginn warnt unsere Reiseleitung uns vor, dass die Wartezeit in Santa‘s Haus etwas länger sein kann und man etwas Geduld mitbringen sollte, dass stört uns allerdings wenig, schließlich gibt es ja nur EINEN Weihnachtsmann – und der hat viel zu tun 😉 !

In der Holzhütte verzeiht man ohnehin jegliche Wartezeit, da es so vieles zu entdecken gibt: Bunte Geschenke, unzählige Briefe und Bilder (von Kindern, adressiert an Santa) und sogar eine lange Fotowand, an der man zahlreiche Prominente, die sich mit Santa haben ablichten lassen, bewundern kann. Am Ende der Schlange angekommen, betrete ich endlich die Stube von Santa Claus. Als er mich zu sich bittet, bin ich vollkommen überrascht, dass er mich auf Deutsch anspricht. Vollkommen überwältigt und glücklich lasse ich mich mit dem Weihnachtsmann fotografieren und kaufe mir im Anschluss mein Erinnerungsfoto. Ein Andenken für die Ewigkeit!

Im Weihnachtsmanndorf gibt es außerdem noch eine kleine Rentierfarm, bei der man Rudolph kennenlernen kann und sogar auch (gegen Gebühr) eine kleine Runde auf seinem Schlitten Platz nehmen darf. Die meisten von uns zieht es allerdings ins offizielle Postamt von Santa Claus. Hier werden alle Briefe vom Weihnachtsmann verschickt. Auch hier ist alles wirklich sehr liebevoll eingerichtet und dekoriert. Eine Besonderheit des Postamts ist es, dass man (gegen Gebühr) ein Paket zu Weihnachten bei Santa bestellen kann, was auch anscheinend viele nutzen, denn ich sehe viele Kinder und Familien fleißig an den Tischen ihre Briefe schreiben. Auch ich setze mich in die tolle Stube und nutze die Gelegenheit, um mich etwas aufzuwärmen (Temperatur: – 11°C) und einige Postkarten zu versenden. Nach dem Mittagessen erhalten wir von Ulrike ein Polarkreisdiplom und treten anschließend den Rückweg zum Hotel an. Mit einem kleinen Teil der Gruppe treffe ich mich nachmittags an der Rezeption und begleite sie bei einem schönen Winterspaziergang entlang des Flussufers zum berühmten Museum „Arktikum“. Hier erfährt man viel über die Geschichte der Finnen und Sami. Das Museum ist wirklich toll aufgebaut und hat spannende interaktive Räume, in denen man etwas lernen und erleben kann. Nach etwa zwei Stunden verlassen wir das Museum und kehren zurück zum Hotel um gemeinsam Abend zu essen, denn später erwartet uns Ulrike bereits wieder für unseren nächsten Ausflug: POLARLICHTERJAGEN! Leider merken wir schon beim Verlassen des Hotels, dass das Wetter wohl nicht auf unserer Seite ist, denn es ist stark bewölkt und es fallen vereinzelt Schneeflocken. Trotzdem versuchen wir unser Glück außerhalb der Stadt und fahren zu einer sogenannten Kota, wo wir ein kleines Lagerfeuer machen und aufgeregt in den Himmel schauen. Für das Sichten der Polarlichter müssen sehr viele Faktoren zusammenspielen und man braucht wirklich Glück, bis sich das Phänomen am Himmel zeigt. Trotz der wunderschönen Winterlandschaft in der Nacht beschließen wir nach 2 Stunden erfolgloser Polarlichterjagd abzubrechen und zurück ins Warme zu flüchten und uns auf den kommenden Tag vorzubereiten.

3. Tag – Schneescooter, Adrenalin und Rentierschlitten

Der heutige Vormittag steht uns zur freien Verfügung. Ich bringe einen kleinen Teil der Gruppe zum Ausflugsbüro „Lapland Safaris“ von wo aus sie eine spannende Schneescooter-Safari starten werden. Nach einer kurzen Einweisung dürfen sich die Gäste in den Umkleiden umziehen. Die Gruppe erhält professionelle Schneeanzüge, Mützen und dicke Wollsocken, sowie Handschuhe und Snowboots. Gespannt, welche Eindrücke meine Gruppe mir später mitbringen wird, begebe ich mich selbst auf eine kleine Erkundungstour durch die Fußgängerzone. Hier sieht man Weihnachtsdekorationen und Schnee wohin das Auge reicht. Jedes Schaufenster ist liebevoll dekoriert und lädt besonders zum Souvenir-Shoppen ein. Auch den ein oder anderen Ugly-Christmas-Sweater entdeckt man in vielen Läden, sowie viele Ideen für das kommende Weihnachten. Nach meinem Einkaufsbummel hole ich die Adrenalin-Junkies am Ausflugsbüro ab und bereite mich im Hotel auf den anstehenden Ausflug vor. Nachmittags verlassen meine Reisegruppe und ich, dick eingepackt, gemeinsam das Hotel und fahren vom Ausflugsbüro „Lapland Safaris“ zu einer Rentierfarm außerhalb der Stadt. Nach einer kurzen Einweisung zum Umgang mit den majestätischen Tieren nehmen wir in Zweier-Paaren in den originalen Holzschlitten (die übrigens mit Rentierfell ausgelegt sind) der Sami platz. Etwa zwanzig Minuten fahren wir durch einen wunderschönen, verschneiten Wald und bestaunen die atemberaubende Winterlandschaft, während uns die Nationaltiere der Finnen fröhlich in die Ohren hecheln. Mitten im Wald halten wir bei einer großen, verschneiten Kota und steigen für eine kurze Pause vom kuscheligen Schlitten. Drei Mitarbeiter der Rentierfarm, darunter eine echte Sami, öffnen für uns eine Kota, machen ein kleines Lagerfeuer und bereiten uns warmen Tee, original Finnischen Kaffee und den landestypischen heißen Blaubeersaft zu, während sie uns tolle Geschichten über die Traditionen der Rentiere und ihre Bedeutung für die Sami näher bringen. Nach einer halben Stunde verlassen wir gestärkt nur ungern die warme Kota, denn die Geschichten und die sympathische Art der Finnen laden wirklich zum Verweilen ein. Für den Rückweg nehmen wir eine andere Route und sehen so nochmal einen tollen Teil des Waldes, der mittlerweile durch viele kleine Laternen an den Bäumen beleuchtet wird (zu unserer Reisezeit ist es tatsächlich nur 3 Stunden hell am Tag). Anschließend fahren wir zurück zum Hotel, wo wir gemeinsam zu Abend essen und später in der Hotel Lobby noch den nationaltypischen Glögg probieren, ein skandinavischer Glühwein aus Rotwein und Korn oder Wodka und Gewürzen, wie z. B. Zimt, Kardamom, Ingwer und Nelken.

4. Tag – Abenteuer Arktis und Sky Aurora Station

Heute steht uns der Tag zur freien Verfügung. Der Großteil der Gruppe begibt sich heute auf ein atemberaubendes Abenteuer: Huskyschlittenfahren in der finnischen Arktis! Ich bringe die Teilnehmer wieder zum Ausflugsbüro, von wo aus sie ihr Abenteuer starten werden und treffe mich mit einer Dame aus der Gruppe, um sie auf einen Winterspaziergang entlang des Flußufers begleite. Der Blick über die verschneite Landschaft und die bekannte „Holzfäller-Brücke“ laden zum Fotografieren und Bestaunen ein.  Wir erkunden etwas die Gegend und begeben uns nach etwa einer Stunde wieder zurück zum Hotel, von wo aus wir später zum nächsten fakultativen Ausflug starten werden. Nach dem arktischen Abenteuer, der eineinviertelstündigen Husky-Safari, kehren auch die anderen wieder zurück und wir starten etwas später zum Snow-Igloo-Land, wo wir eine typische „Finnische Köstlichkeit“ probieren werden. Die Ankunft beim Igluland ist bereits beeindruckend, denn das Restaurant wird jedes Jahr aufs Neue aus Schnee und Eis gebaut und liebevoll mit Eisskulpturen bestückt und dekoriert. Fasziniert bestaunen wir die gesamten Räumlichkeiten und setzen uns anschließend zum Essen, bei dem uns eine traditionelle Rentiersuppe serviert wird. Nachdem jeder interessiert probiert und auch fast jeder aufgegessen hat, genießen wir noch einen Blaubeerkuchen und warme Getränke und machen uns anschließend wieder auf den Rückweg zum Hotel. Als Fazit kann ich sagen, wer gerne Wild isst und keine Scheu hat die Suppe zu probieren, dem schmeckt sie auch – mir persönlich ist der Wildgeschmack zu prägnant, abgeschmeckt ist die Suppe allerdings super! Abends haben wir nochmals die Möglichkeit zur Nordlichterjagd: Gemeinsam mit unserem erfahrenen Reiseleiter (ein sehr geselliger, englischsprechender Finne) fahren wir zur etwas abgelegenen Sky Aurora Station. Von der Anhöhe auf dem Gebiet der Station hat man einen wirklich fantastischen Ausblick über die Wälder und die Winterlandschaft und auch die Aurora Station selbst hält viel zum Entdecken bereit. 

Ein Teil der Gruppe entfernt sich mit dem Reiseleiter zu einem nahegelegenen Rentiergehege, wo sie die Gelegenheit haben ein Rentier aus der Hand zu füttern, während der Rest der Gruppe sich in die warme Kota zurückzieht und den Geschichten der Sami am Lagerfeuer lauscht. Als Highlight und nette Aufmerksamkeit bieten uns die Sami und der Reiseleiter leckere Würstchen auf Spießen an, die wir über dem Feuer grillen dürfen. Gestärkt und aufgewärmt versuchen wir immer wieder unser Glück mit den Nordlichtern, bis es schließlich anfängt zu schneien – das Glück ist dieses Jahr wohl nicht auf unserer Seite! Die tolle Stimmung am Lagerfeuer und die wundervollen Geschichten machen die misslungene Nordlichterjagd allerdings wett und jeder von uns verlässt die Sky Aurora Station trotzdem zufrieden und glücklich. Mit tollen Erinnerungen und Andenken machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel, wo wir die letzte Nacht verbringen werden.

5. Tag – Hej Hej Lappland

Nach dem Frühstück gehen noch einige von uns zum Souvenirshoppen in die Fußgängerzone, während andere noch ihre Koffer packen, denn mittags geht es wieder zurück nach Deutschland. Der Rückflug verläuft nahezu ohne Probleme, sogar unser Anschlussflugzeug wartet wegen eines schweren Schneesturms in Helsinki auf uns und wir kommen pünktlich am Nachmittag in München an. Eine tolle Reise geht zu Ende und schweren Herzens verabschiede ich mich bei meiner Reisegruppe am Flughafen. 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen wertvolle Informationen zum Reiseverlauf unserer Lappland-Reise liefern und näher bringen und freue mich, dass ich Ihnen vom Winterwonderland berichten durfte.

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