Royal Edinburgh Military Tattoo – Schottland mit allen Sinnen erleben
Fünf abwechslungsreiche Tage führten unsere Reisegruppe in das faszinierende Schottland. Ehrwürdige Burgen, lebendige Städte, wildromantische Landschaften und das Royal Edinburgh Military Tattoo vor der eindrucksvollen Kulisse des Edinburgh Castle machten diese Reise zu einem ganz besonderen Erlebnis. Unsere Reisebegleiterin Angelika blickt zurück.
Fàilte gu Alba – willkommen in Schottland!
Am Flughafen München durfte ich unsere Gäste begrüßen, bevor wir gemeinsam über Amsterdam nach Edinburgh flogen. Schon bei der Ankunft war die Vorfreude auf die kommenden Tage deutlich zu spüren. Mit der Straßenbahn ging es bequem zu unserem zentral gelegenen Hotel – und damit direkt hinein in das Herz der schottischen Hauptstadt.
Bei einem geführten Spaziergang lernten wir Edinburgh anschließend von seiner schönsten Seite kennen. Kopfsteingepflasterte Gassen, ehrwürdige Sandsteinfassaden und kleine, beinahe verwunschene Hinterhöfe verliehen der Altstadt ihren unverwechselbaren Charakter. Über allem thronte das mächtige Edinburgh Castle und erinnerte daran, wie eng die Gegenwart der Stadt mit ihrer bewegten Geschichte verbunden ist.
Zwischen historischen Gebäuden, traditionellen Pubs und modernen Geschäften zeigte sich Edinburgh zugleich lebendig und weltoffen. Nach dem gemeinsamen Rundgang blieb noch Zeit für eigene Entdeckungen und einen entspannten Ausklang unseres ersten Tages.


Glasgow, Dudelsackklänge und schottischer Whisky
Am nächsten Morgen führte uns die Reise westwärts nach Glasgow. Die einstige Industriestadt hatte sich zu einer kreativen und selbstbewussten Metropole entwickelt. Prächtige viktorianische Gebäude trafen auf moderne Architektur, farbenfrohe Fassaden und lebendige Viertel.
Während unseres Stadtspaziergangs lernten wir Glasgow als Stadt voller spannender Gegensätze kennen. Geschichte und Gegenwart lagen hier dicht beieinander und verliehen der größten Stadt Schottlands ihren ganz eigenen Charakter.
Anschließend wartete im National Piping Centre ein besonders typisch schottisches Erlebnis auf uns. Hier erfuhren wir viel Wissenswertes über die Geschichte und Bedeutung des Dudelsacks. Das traditionsreiche Instrument ist weit mehr als ein musikalisches Wahrzeichen: Seine Klänge erzählen von schottischer Identität, festlichen Zeremonien und tiefen Emotionen.
Natürlich durfte an diesem Tag auch ein weiteres schottisches Kulturgut nicht fehlen. Beim Besuch einer Whiskydestillerie erhielten wir interessante Einblicke in die traditionsreiche Herstellung des „Wassers des Lebens“. Zwischen Brennblasen und Fässern erfuhren wir, wie aus wenigen Zutaten und viel Geduld ein echter schottischer Whisky entsteht. Eine Verkostung rundete diesen abwechslungsreichen Tag genussvoll ab.
Edinburgh auf eigene Faust
Der dritte Reisetag stand zunächst für individuelle Entdeckungen zur Verfügung. Einige Gäste nutzten die Gelegenheit zu einem Besuch des Edinburgh Castle, andere ließen sich durch die Straßen der Old Town treiben oder genossen die Atmosphäre in einem der zahlreichen Cafés.
Die Royal Mile führte vorbei an historischen Häusern, kleinen Geschäften und typisch schottischen Souvenirs. In den engen Gassen und Durchgängen gab es immer wieder neue Perspektiven zu entdecken. Gleichzeitig war in der ganzen Stadt zu spüren, dass sich Edinburgh auf einen außergewöhnlichen Abend vorbereitete.
Auch für mich war die Vorfreude groß. Denn der musikalische Höhepunkt unserer Reise rückte immer näher: das weltberühmte Royal Edinburgh Military Tattoo.
Ein unvergesslicher Abend vor dem Edinburgh Castle
Am Abend verwandelte sich die Esplanade vor dem Edinburgh Castle in eine der eindrucksvollsten Freiluftbühnen der Welt. Schon der Weg hinauf zur mächtigen Burg war von einer besonderen Stimmung geprägt. Erwartungsvolle Besucherinnen und Besucher aus aller Welt strömten zu den Tribünen, während das beleuchtete Castle eine geradezu majestätische Kulisse bildete.
Dann erklangen die ersten Trommeln und Dudelsäcke. Militärkapellen, Formationen, Tänzerinnen und Tänzer sowie internationale Künstler präsentierten eine beeindruckende Verbindung aus Musik, Licht, Präzision und Bewegung. Traditionelle schottische Klänge wechselten sich mit modernen Showelementen ab und machten die Aufführung zu einem Erlebnis für Augen und Ohren.
Besonders bewegend war der Moment, als die Massed Pipes and Drums gemeinsam auf die Esplanade einzogen. Der Klang der Dudelsäcke, das rhythmische Trommeln und die eindrucksvolle Kulisse des Edinburgh Castle sorgten bei unserer gesamten Gruppe für Gänsehaut.
Als die Dunkelheit über Edinburgh hereinbrach und die Burg im Licht erstrahlte, entfaltete der Abend seine ganze Magie. Musik, Geschichte und schottische Tradition verschmolzen zu einem Gesamterlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Stirling und die wilde Schönheit der Trossachs
Nach den kulturellen und musikalischen Eindrücken der vergangenen Tage stand nun die schottische Landschaft im Mittelpunkt. Unsere Fahrt führte zunächst nach Stirling, einen der geschichtsträchtigsten Orte des Landes.
Hoch über der Stadt erhob sich Stirling Castle. Die mächtige Burg erinnerte an die Zeit von William Wallace und Robert the Bruce und an jene entscheidenden Ereignisse, die Schottlands Geschichte geprägt hatten. Schon beim Blick auf die Festung wurde deutlich, weshalb Stirling über Jahrhunderte von so großer strategischer Bedeutung gewesen war.
Anschließend führte unsere Route weiter durch den Trossachs Nationalpark. Grüne Täler, bewaldete Hügel, offene Moorlandschaften und glitzernde Seen prägten das Bild. Die abwechslungsreiche Region wird gerne als „Schottland im Taschenformat“ bezeichnet – und während unserer Fahrt wurde schnell deutlich, wie passend diese Bezeichnung ist.
Am Loch Lomond erlebten wir Schottlands Natur noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive. Bei einer gemütlichen Schifffahrt genossen wir den Blick auf das Wasser und die umliegenden Hügel. Nach den lebendigen Städten und dem mitreißenden Tattoo bildete die ruhige Landschaft einen wunderbaren Kontrast.



Abschied von Schottland
Nach einem letzten Frühstück blieb uns noch etwas Zeit, Edinburgh individuell zu genießen. Ein letzter Spaziergang, ein kurzer Einkaufsbummel oder eine gemütliche Tasse Tee boten Gelegenheit, die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren zu lassen.
Am Nachmittag fuhren wir gemeinsam mit der Straßenbahn zum Flughafen. Über Amsterdam ging es schließlich zurück nach München, wo eine erlebnisreiche Reise zu Ende ging.
Die fünf Tage hatten uns gezeigt, wie abwechslungsreich Schottland ist. Die historischen Gassen Edinburghs, das kreative Glasgow, schottische Dudelsack- und Whiskytradition sowie die stille Schönheit der Trossachs bildeten den Rahmen für einen außergewöhnlichen Abend vor dem Edinburgh Castle.
Für mich als Reisebegleiterin war es besonders schön, all diese Eindrücke gemeinsam mit unserer Gruppe erleben zu dürfen. Das Royal Edinburgh Military Tattoo war zweifellos der Höhepunkt – doch gerade die Verbindung aus Kultur, Natur, Musik und herzlicher Gemeinschaft machte diese Reise unvergesslich.
Ihre Angelika
Stanglmeier-Reisebegleitung
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